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"Europa macht Schule" - Studentin aus Russland brachte Förderschülern ihr Heimatland näher

Im Rahmen des Programms "Europa macht Schule" hat am Donnerstag, 28.01.2016 ein Projekttag für die vierten Klassen der Förderschule an der Bergmannsglückstraße stattgefunden. Das Projekt bringt europäische Gaststudierende und Schüler deutscher Schulklassen zusammen. Margarita aus Russland bot den Schülern einen spannenden Einblick in die russische Kultur.

Nach einer beeindruckenden Präsentation, in der Besonderheiten und Naturphänomene Russlands dargestellt wurden, bekamen die Schüler die Gelegenheit selbst aktiv zu werden. In einem Stationsverfahren lernten sie unter anderem ihren Namen in kyrillischen Buchstaben zu schreiben und ein russisches Lied zu. "Durch die vielen persönlichen Eindrücke und Erzählungen wurde der Gedanke des europäischen Austauschs auf ganz besondere Weise lebendig", so eine beteiligte Lehrerin.

Höhepunkt des Projekttages war die russische Teestunde mit selbstgemachten Blinis und russischen Süßigkeiten. "Das Tollste", findet Magarita ist, "dass die Schüler so viele Fragen gestellt haben und so interessiert waren." Der interkulturelle Austausch im Programm „Europa macht Schule“, welches unter Schirmherrschaft von Joachim Gauck steht, soll einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung in Europa leisten. Am Ende des Tages sind sich alle einig, dass es ein gelungener Tag war. "Kommst du noch mal wieder? Das hat Spaß gemacht!", meint Ahmed (10). Am 8. März 2016 werden alle Projekte in der Alua des Gymnasiums Essen-Werden vorgestellt und die Urkunden verliehen.









Mehr zum Projekt:

www.europamachtschule.de

"Das man anders darüber denkt, wie es den Leuten geht"
FörderschülerInnen ziehen ein nachdenkliches Fazit aus Unterrichtsprojekt zur
"Flüchtlingskrise"
Die SchülerInnen der Klasse 8-10 der Schule an der Bergmannsglückstraße beschäftigen
sich aus aktuellem Anlass mit der Flüchtlingskrise und luden vergangenen Montag
(14.12.2015) Flüchtlinge zum Gespräch in die Schule ein. Nun schließen die SchülerInnen
das Unterrichtsprojekt zum Thema Flucht mit einem kleinen Bericht auf der
Schulhomepage ab. Ziel des Projektes ist die Förderung der Urteilsbildung und
Empathiefähigkeit. "Politische Bildung und Partizipation ist für unsere SchülerInnen
besonders wichtig, um Ängste und Vorurteile abzubauen" so Jette Knepper,
Lehramtsanwärterin der Förderschule, die das Projekt iniitierte. Oury aus Guinea und Sam
aus Syrien schilderten, warum so viele Menschen die gefährliche Flucht nach Europa auf
sich nehmen. Ein Ergebnis des Treffens mit den beiden Flüchtlingen beschreibt Christian
(15) so: "Das man anders denkt, wie es den Leuten geht. Und über die Fluchtgründe."
Sein Mitschüler Justin-Pascal (15) meint: "Wir haben mehr gelernt als auf Arbeitsblättern."
Der Bericht der Schüler ist hier nachzulesen.

Wir haben Menschen mit Fluchterfahrung getroffen:
Ein Bericht über das Treffen mit Oury und Sam!
Wo fand das Ereignis statt?
An der Förderschule an der Bergmannsglückstraße in der Klasse 8-10 von Frau Jung
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Wann fand es statt?
Am Montag, den 14.12.2015
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Wer war daran beteiligt? Die wichtigsten Personen bzw. Teilnehmer.
Frau Jung (Klassenlehrerin), Frau Knepper (Lehramtsanwärterin), Oury und Sam und
die Klasse
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Was haben wir gemacht?
Wir haben über die Flüchtlingskrise gesprochen und über die Fluchterfahrungen von
Sam und Oury. In der Pause haben wir Fußball gespielt und danach haben wir
zusammen etwas gegessen.
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Warum ist es geschehen? Gibt es Ursachen oder Gründe für unser Treffen?
Weil so viele Flüchtlinge kommen und weil wir das Thema im Unterricht gemacht
haben und über die Flüchtlingskrise gesprochen haben.
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Was sind die Folgen oder Ergebnisse des Treffens?
Das man anders denkt, wie es den Leuten geht und über die Fluchtgründe. Das wir
mehr gelernt haben als auf Arbeitsblättern.
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Bericht von: Sharon, Justin-Pascal, Christian, Gaetano, Lukas, Kevin und Julian